Anonymizer und die „Zukunft der informationellen Selbstbestimmung“

Am 26. November 2015 waren Bettina Weßelmann, Stephan Holtwisch und ich als Referenten zu Gast auf der „Interdisziplinären Konferenz – Die Zukunft der informationellen Selbstbestimmung“ in Berlin. Unsere Aufgabe: Wir wollten darstellen, ob und gegebenenfalls wie „Anonymizer“ wie Tor in unserer westlichen Internet-Kultur als Mittel der informationellen Selbstbestimmung funktionieren können.

Wir griffen dazu zum Mittel des Kulturvergleichs.

Ausgangspunkt – mein Part – war die Anonymitätskultur im alten Venedig, wie sie Thema dieses Blogs ist. Bauta und Tabarro funktionierten dort als anerkannte Anonymizer ja geradezu prächtig.

Bettina zog die Vergleiche zu unserer Web-Welt und kann zu eher pessimistischen Resultaten: Nicht nur die Komplexität von Tor & Co., sondern auch die eher abwehrende Haltung unserer Kultur zur anonymen Kommunikation, die schwach ausgeprägte rechtliche Rückendeckung und die mangelnde Übung im Umgang mit anonymen Auftritten stellen Barrieren beim Einsatz von Anoymizern in der breiten Öffentlichkeit dar.

Stephan schließlich befasste sich mit dem Einsatz von Anonymizern in Wirtschaft und Technik – mit einem Sektor also, den man in diesem Zusammenhang eher selten betrachtet, in dem der Einsatz von Anonymisierungsmitteln aber durchaus gerechtfertigt ist und zuweilen gerade deshalb funktioniert, weil ihn niemand so richtig bemerkt.

Hier ist die Präsentation zum Nachlesen.

Zu den „versteckten Anonymizern“ und anderen Aspekten der  Veranstaltung folgen demnächst weitere Beiträge.

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